Der letzte Weynfeldt – Martin Suter

Die Protagonisten

Mit Adrian Weynfeldt, Mitte 50, letzter Nachkomme einer reichen Industriellenfamilie und Kunstexperte, haben wir in „Der letzte Weynfeldt“ einen sehr interessanten Protagonisten. Der Züricher ist ausgesprochen höflich, unfassbar freigebig und lebt gerne in seiner Routine. Ich fand ihn als Hauptfigur sehr überzeugend.

Er gerät an eine ihm sehr gegensätzliche Person, nämlich Lorena, mehr Schein als Sein, chronisch pleite und ziemlich deprimiert – bis hin zu selbstmordgefährdet. Sie bringt alles durcheinander. Er hilft ihr aus der Klemme, immer wieder, ohne Fragen zu stellen. Sie ist nicht die einzige, die ihm wohlgesinnt sein sollte – und doch zweifelhafte Absichten verfolgt…

Der Verlauf in „Der letzte Weynfeldt“

Die Geschichte plätschert so vor sich hin, das sollte man im Vorfeld wissen. Wer eine temporeiche Geschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. Mich hat es nicht gestört. Suters Schreibstil hat mich, obwohl er wirklich gerne beschreibt, gefesselt. Ich habe die ruhige Story gespannt mitverfolgt. Die meisten Entwicklungen lassen sich nach und nach absehen, große Überraschungen gab es für mich nicht. Ich habe mich aber trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt, der Autor ist ein toller Geschichtenerzähler, so dass für mich keinerlei Langeweile aufkam.

Mein Fazit

Hat mich überzeugt. „Der letzte Weynfeldt“ wird definitiv nicht mein letzter Suter gewesen sein.

4/5!

Der letzte Weynfeldt (detebe)

320 Seiten / ISBN: 978-3-257-06630-2


Und was sagst du dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Links mit einem Sternchen (*) sind Affiliate-Links. Wenn du einen Affiliate-Link anklickst und im Partner-Shop einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keinerlei Mehrkosten.