Steve Watson – Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

Inhalt

Immer wenn Christine in „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ aufwacht, hat sie alles vergessen. Wer ist sie? Wo befindet sie sich? Wer ist der Mann, mit dem sie das Bett teilt? Der Blick in den Spiegel verrät ihr, dass sie nicht mehr die junge Frau ist, die sie erwartet hat. Jeden Tag erklärt ihr Ben aufs Neue, was Phase ist: Er ist ihr Mann, sie hatte einen Unfall.

Sobald er zur Arbeit aufbricht, erhält sie heimlich einen Anruf eines Arztes. Er sagt ihr, wo sie ihr Tagebuch findet, damit sie ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann. Der Inhalt ist auch dem Anrufer unbekannt – und so ist Christine alleine mit ihren Ängsten und Sorgen, denn sie selbst hat aufgeschrieben, dass sie ihrem vermeintlichen Ehemann besser nicht vertraut…

Erwartungen

Die Story klingt unheimlich spannend. Schlaf wirkt bei Christine wie ein Radiergummi, Nachtruhe bedeutet, dass sie alles, was sie am Vortag erlebt hat, vergisst. Daraus lässt sich eine Menge machen. Auch wenn die Thematik aus zahlreichen Büchern bekannt ist, schien hier etwas Neues auf mich zu warten. Häufig habe ich das Thema in eher lockeren Chick-Lit-Romanen gelesen. Das Ganze in einen Thriller zu packen, schien mir vielversprechend. Leider wurden meine Erwartungen aber nicht erfüllt.

Kein Thriller!

Am meisten störe ich mich an der Einteilung in das Genre Thriller. Für mich handelt es sich bei „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ ganz klar eher um einen Roman. Wer eine temporeiche Geschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Schnell hat man das Gefühl, Langeweile kommt auf. Ich denke, dass man anders an die Sache herangeht, wenn man einen Roman statt eines Thrillers erwartet. Dann hätte ich vielleicht positiver bewerten können.

Ermüdend

Die Protagonistin erzählt in Tagebuchform, wie ihr Tag abläuft. Jeden Morgen wacht sie auf, weiß nichts mehr, wird an ihre Aufzeichnungen erinnert, liest sich in ihre letzten Erfahrungen ein, lebt den Tag – und dann geht es wieder von vorne los. Jeden Tag dasselbe. Da wird der Leser – im Gegensatz zu Christine, für die das ja jeden Tag neu ist – schnell müde. Die ganz vereinzelten neuen Bröckchen lassen häufig zu lange auf sich warten. Mehr Feinheiten und mehr Handlung sind hier gefragt. Am Ende kommt das Ganze zwar etwas in Schwung, wenn man dann aber weiß, wie es sich verhält, ist es damit auch ganz schnell wieder vorbei.

Vorangetrieben hat mich der Wille, zu erfahren, was hinter allem steckt. Was war das für ein Unfall, der alles zerstört hat? Warum verschweigt ihr Ben so vieles? Wie gesagt, die Idee ist gut, wirft Fragen auf. Aber der Verlauf ist zu lahm geraten.

Fazit

Als Thriller nicht überzeugend!

3/5!

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.: Thriller (Hochkaräter)

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