The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman – Lyssa Kay Adams

Inhalt

Gavin, Profisportler bei der Baseballmannschaft von Nashville, kämpft in „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ um seine Familie. Seine Frau Thea will die Scheidung, die Zwillingsmädchen sollen bei ihr bleiben. Als sein Kumpel ihn zum Mitglied des geheimen Buchclubs macht, glaubt er nicht, dass ihm Liebesromane dabei helfen, seine Ehe zu retten. Einen anderen Plan hat er allerdings auch nicht. Und ein Versuch kann nicht schaden. Oder?

Einstieg

Es fing nicht gut an mit dem Buch und mir. Oder eher: mit Thea und mir. Abgesehen davon, dass ich sie (und ihre Schwester) nicht sympathisch fand, hatte ich auch keinerlei Verständnis für die auslösende Situation.

Natürlich war Gavins Schweigen falsch. Aber war ihr Verhalten besser? Sie hat ewig geschwiegen – und schiebt ihm die alleinige Verantwortung zu, für damals und heute.
Er kann nicht hellsehen? Katastrophe!
Er sollte gehen, er ging – er ist Schuld, weil er sie verlassen hat. Aha.
Ich konnte nicht mit ihr fühlen, nicht mitfiebern, hatte (fast) kein Interesse daran, dass sie ihm verzeiht. Der Verlauf war die Härte. Auch ihre Kindheit rechtfertigt für mich nicht, dass sie selbst das tut, was sie bei Gavin nicht entschuldigt. Ich konnte es nicht nachvollziehen und ihre Zickigkeit raubte mir den letzten Nerv. Gegen Ende fand ich sie erträglicher, begeistert hat sie mich nie.

Von ihrer Schwester fange ich am besten gar nicht erst an. Ich verstehe, dass sie Thea schützen wollte, ihre Art war dennoch unerträglich.

Gavin

Gavin hat mir als Hauptfigur besser gefallen als Thea. Der vermögende Spieler der Major League ist planlos, stottert bei Aufregung, kämpft um seine Familie, gesteht sich Fehler ein. Ich mochte ihn, auch wenn er mich mit seinen Handlungen nicht umgehauen hat. Er trifft später eine Entscheidung, die, wohlwollend betrachtet, als Entwicklung durchgeht.

Wäre die Story anders aufgebaut gewesen und sein Gegenpart nicht Thea, hätte ich stärker mitgehofft.

Amelia & Ava

Zum Glück gibt‘s die Zwillingsmädchen. Sie haben dazu beigetragen, dass ich das Buch beendet und nicht abgebrochen habe. Die Szenen zwischen Gavin und den beiden haben mir gefallen. Auch Thea will das Beste für sie, das merkt man. Hier geben sie sich Mühe, erwachsen zu sein. Danke dafür.

Es geht um das Eine

„The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ ist eine Geschichte, die sich auf das Thema konzentriert, aus dem der auslösende Konflikt hervorgeht. Ich hätte gerne vorher gewusst, wo das Hauptaugenmerk liegt und wie weiterhin damit umgegangen wird, denn dann hätte ich das Buch nicht gelesen.

Zum Schluss werden ein paar alte Wunden betrachtet. Von Aufarbeitung kann keine Rede sein. Ich mochte, dass Thea sich Fehler eingesteht. Trotzdem hat mich weder die Lösung (vor dem finalen Drama) noch das Ende zufriedengestellt. Zum Buch passt es – der Fokus liegt halt nicht dort, wo ich ihn gern gehabt hätte.

Stil und Aufbau

Der Schreibstil ist nichts Besonderes, hat mir aber ganz gut gefallen. Ich bin rasch durch die Geschichte gekommen. Es ist einer von den Romanen, die ich problemlos an einem Tag auslesen könnte, wenn ich wollte. Leichte Kost, flüssig zu lesen, schnell erledigt.

Es gibt unflätige Bemerkungen, die ich nicht gebraucht hätte. Da die Geschichte allgemein locker gehalten und humorvoll geschrieben ist, mag es stimmig erscheinen.

Ein paar emotionale Stellen sind dabei. Da ich nicht großartig mitgefühlt habe, haben sie mich nicht recht erreicht.

Der Roman besteht aus 31 Kapiteln und einem Epilog. Das Buch, das Gavin auf Empfehlung des Secret Book Club liest, wird in Teilen abgedruckt.

Gavin und Thea teilen sich die Einblicke ohne Ich-Erzähler.

Reihenfolge

„The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ ist der Auftakt einer Reihe. Die weitere Reihenfolge lautet:

2 – Die Liebesroman-Mission (Braden Mack)
3 – Liebesromane zum Frühstück (Noah Logan)
4 – Ein Liebesroman ist nicht genug (Vlad Konnikov)
5 – Kein Weihnachten ohne Liebesroman (Colton Wheeler, unabhängiger Teil)

Fazit

Flott lesbar. Nicht ernstzunehmen. Die Idee (vom Buchclub) hat mir besser gefallen als die Umsetzung. Ich hätte mir den Fokus woanders und die Figuren weniger bockig gewünscht. Potenziell unterhaltsam, es gibt die eine oder andere amüsante Stelle. Ich hätte gerne mehr mitgefühlt.

2,5/5!

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman (The Secret Book Club-Reihe, Band 1)

400 Seiten / ISBN: 978-3-499-00264-9 / Übersetzung: Angela Koonen


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