Harlan Coben – In seinen Händen

Inhalt

Als die 17-jährige Haley McWaid in „In seinen Händen“ verschwindet, gehen viele davon aus, dass sie ausgerissen ist. Eine Jugendliche, die sich eine Auszeit nimmt – keine Seltenheit. Allerdings ist Haley extrem engagiert – in der Schule, in ihren Hobbies, einfach überall. Sie ist nicht weggelaufen, da ist sich ihre Familie sicher. Doch was ist mit ihr passiert? Wo ist Haley?

Meinung

Ich mag Harlan Coben. Und auch „In seinen Händen“ finde ich sehr gelungen.

Zunächst steht Dan Mercer im Fokus der Geschichte. Er wird in einer Fernsehsendung als Pädophiler bloßgestellt. Reporterin Wendy Tynes hat ihn überführt. Der Leser bekommt die Sache etwas anders dargestellt, nämlich so, wie Dan sie (angeblich) erlebt – und kommt so direkt in Zweifel: Was hat Dan getan? Ist er schuldig oder etwa nicht? Wird uns hier die Wahrheit aus seiner Sicht geschildert, oder will er uns reinlegen?
Der zweite Strang beschäftigt sich dann mit Haleys Verschwinden. Man liest dann immer im Wechsel, wie sich die jeweilige Story entwickelt. Ich fand beide Teile sehr interessant, habe mitgerätselt und -gefiebert.

Reporterin Wendy Tynes stellt sich rasch als Protagonistin heraus. Sie ist Mutter eines Teenagers und hat selbst schon einiges hinter sich. Sie eignet sich durchaus als Hauptfigur, ist sowohl sympathisch, als auch sarkastisch und absolut motiviert, die Wahrheit herauszufinden. Hin und wieder arbeitet sie mit der Polizei zusammen, größtenteils macht sie aber ihr eigenes Ding. Und das macht sie gar nicht schlecht. Auf jeden Fall stellt sie in meinen Augen eine glaubwürdige Figur dar, die den nötigen Biss hat, den man für diese Rolle braucht.

Harlan Coben hat hier einen wirklich spannenden Thriller geschrieben, der auf 445 Seiten und mehreren Ebenen überzeugt. Nichts ist wie es scheint, immer kommen neue Erkenntnisse ans Licht, die das Ganze wieder durcheinanderbringen. Mir wurde es nie langweilig, ich fühlte mich bestens unterhalten. Endlich mal wieder ein Buch, das sich in Rekordzeit auslesen ließ.
Es geht u.a. auch ums Verzeihen, ein Thema, das den einen oder anderen vielleicht zum Nachdenken anregt.

Fazit

Wenig blutig, sehr spannend!

5/5!

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