Joel Dicker – Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Inhalt

In „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ soll Bestsellerautor Marcus eine neue Story abliefern. Aus seinem Tief soll ihm sein Mentor Harry Quebert heraushelfen. Marcus reist nach Aurora, verweilt sechs Wochen lang bei Harry. Zufällig findet er heraus, dass Harry früher ein Verhältnis zu einer Minderjährigen hatte. 1975 hat sich sein Mentor auf die damals 15-Jährige eingelassen. Im gleichen Jahr verschwand sie spurlos. Die beiden beschließen, das Geheimnis zu bewahren.
Ein paar Monate später erreicht Marcus ein Anruf von Harry. Nola, seine jugendliche Liebe, ist tot aufgetaucht. In seinem Garten. Nun steht er unter Verdacht – und Marcus wittert seine große Chance…

Meinung

Eine sehr mitreißende Story, die der Autor uns hier serviert. Die außergewöhnliche Erzählweise besticht dadurch, dass man immer wieder Rückblenden liest, Briefe, Auszüge aus Texten der Schriftsteller oder Telefongespräche mitverfolgt. Das Ganze hat mir sehr gut gefallen.

Der Stil ist locker, aber nicht flach; bildhaft und dadurch sehr gut vorstellbar. In meinen Augen hat Joel Dicker ein sehr großes Talent, das er gekonnt einsetzt. Er holt den Leser ab, der sich sofort mittendrin wiederfindet. Man sieht alles glasklar vor sich, bleibt immer dabei.

Die Figuren sind durchwachsen: Von schräg bis glaubwürdig ist alles dabei. Eine bunte Mischung an Charakteren erhält das Buch am Leben. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und seine eigene Geschichte vorzuweisen.

Das Tolle ist, dass man alles bekommt: Einen Roman, eine Liebesgeschichte und einen Krimi. Man liest von großen Emotionen, verbotenen Gefühlen und mysteriösen Vorkommnissen. Dabei gibt es immer eine gute Portion Spannung. Eine überaus gelungene Mischung.

Das Werk ist mit seinen über 700 Seiten ein richtig dicker Schinken. Trotzdem war mir nie langweilig. Ich wollte unbedingt wissen, was aus Nola geworden ist. Was ist passiert, im beschaulichen Aurora?

Für mich ist die Auflösung extrem gut gelungen. Der Leser wird von einer Ecke in die andere gestoßen, nirgends ist man vor Wendungen und Überraschungen sicher. Immer wenn man denkt: „Ah, so läuft der Hase“, dann schlägt er plötzlich einen Haken. Man erhält eine Lösung, die dann doch nicht stimmt. Immer wieder. Erst auf den allerletzten Seiten bekommt man dann die wahren Umstände präsentiert. Da hat man dann aber auch wirklich langsam das Gefühl, es nicht länger auszuhalten.

Fazit

Große Klasse!

5/5!

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman


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Die Geschichte der Baltimores

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