Erzfreundinnen – Lucy Dawson

Inhalt

Gretchen und Alice sind Freundinnen. Eigentlich. Denn als Gretchen in „Erzfreundinnen“ einen Selbstmordversuch unternimmt, wünscht sich Alice, sie möge nicht mehr aufwachen. Aber warum?

Was ist denn da los?

Die Geschichte beginnt direkt und ohne Umwege auf der ersten Seite. Mitten in die Notsituation wird der Leser geworfen, sofort ist man dabei. Alice bestellt den Krankenwagen, außerdem ihren Exfreund Tom und Gretchens Bruder Bailey, die ihr beistehen sollen. Sofort fragt man sich, weshalb sie eigentlich ihren Ex anruft. Außerdem ist irgendwie alles sehr merkwürdig zwischen den Figuren. Und dem Ganzen wird natürlich dadurch, dass Alice gar nicht will, dass Gretchen wieder aufwacht, die Krone aufgesetzt. Was für eine bizarre Sache! Es werden jede Menge Rätsel gestellt, die ich als Leser aufgelöst haben wollte.

Figuren

Nach und nach wird die Vergangenheit aufgerollt, man erfährt mehr über die Personen, kann sich ein eigenes Bild machen. Dabei habe ich Alice als sehr naiv empfunden und Gretchen als egoistisch. Tom und Bailey handeln in meinen Augen nicht immer nachvollziehbar. Am sympathischsten war mir Alice Freundin Vic aus Frankreich, eine Herzensgute, die ich wohl als beste Freundin auserkoren hätte.

Nachdenklich stimmend

Schnell hat man eine vage Vorstellung davon, was vorgefallen ist. Die Frage, wieso Alice aber um jeden Preis verhindern möchte, dass Gretchen aufwacht, bleibt und sorgt weiterhin für Spannung bis zum Schluss.

Der Roman bringt auch den Leser selbst zum Nachdenken. Wen kennen wir wirklich und was verbirgt so mancher hinter seiner Fassade?

Auflösung

Das Ende löst zwar alles komplett auf – aber gleichzeitig auch nicht. Ich hätte mir noch ein paar mehr Infos gewünscht, z.B. hätte die Autorin noch darauf eingehen können, wie Tom reagiert, was er unternimmt. Auch die Frage nach Alice‘ Zukunft hätte noch beantwortet werden können. Ich mag es einfach, wenn die Geschichte einen kompletten Abschluss findet, erst dann kann ich richtig zur Ruhe kommen.

Stil

Lucy Dawson hat „Erzfreundinnen“ sehr bewegend und eindringlich geschrieben. Ihren Stil finde ich gut. Ich wollte das Buch nicht weglegen, wollte die Auflösungen lesen. Die Spannung war bis zuletzt vorhanden.

Fazit

Durchaus gelungen!

4/5!

Erzfreundinnen: Roman

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