Creative Writing: Romane & Kurzgeschichten schreiben – A. Steele

Gotham Writers‘ Workshop

„Creative Writing: Romane & Kurzgeschichten schreiben“ wurde von den Dozenten des Gotham Writers‘ Workshop verfasst. Über hundert davon, selbst Autoren und Lehrer, unterrichten mehr als sechstausend Studenten jährlich – das klingt nach Erfahrung. Und so liest sich dieses Buch auch. Es besteht aus zehn Kapiteln, einer Checkliste und einer Kurzgeschichte. Es ist randvoll mit Informationen, Tipps, Tricks und Übungen. Die Kapitel befassen sich jeweils mit einem übergeordneten Thema und wurden von verschiedenen Dozenten bearbeitet.

Der Aufbau

  • Alexander Steele schreibt über das Was, Wie und Warum im Hinblick auf die Literatur.
  • Brandi Reissenweber beschäftigt sich mit den Figuren,
  • David Harris Ebenbach mit dem Plot.
  • Valerie Vogrin hat sich die Perspektive vorgenommen,
  • Chris Lombardi die Kunst der Beschreibung.
  • Allison Amend schreibt über den Dialog,
  • Caren Gussoff über den Ort und die Zeit,
  • Hardy Griffin über die Stimme,
  • Terry Bain über das Thema an sich.
  • Peter Selgin schließt mit einem Kapitel zum Thema Überarbeitung ab.

Anschließend gibt es noch eine Checkliste sowie folgende Kurzgeschichte:

„Kathedrale“

Das Buch enthält immer wieder Anmerkungen und Deutungen zu der Kurzgeschichte „Kathedrale“ von Raymond Carver (übersetzt von Helmut Frielinghaus). Die Geschichte wird am Ende komplett abgedruckt.

Ich fand die Kurzgeschichte eindrücklich, und verstehe, wieso die Wahl auf sie gefallen ist.

Weitere Bücher

Für Beispiele werden immer wieder Auszüge aus anderen Büchern abgedruckt. Manche haben mein Interesse geweckt, ich habe „Creative Writing: Romane & Kurzgeschichten schreiben“ unterbrochen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, Fitzgeralds „Der große Gatsby“ nicht zu kennen. Ich wollte mich nicht länger spoilern lassen. So kann’s gehen.

Übungen

Das Buch motiviert die Leserschaft. Die Aussage ist immer wieder: Alle können schreiben, alle, die es wollen, können das Handwerk erlernen und sich verbessern. Wie zum Beweis gibt es unzählige Übungen, die sich sofort umsetzen lassen und erste Erfolge sichtbar machen. Ich habe schon viele andere Bücher zu diesem Thema gelesen, aber keines hat mich dazu gebracht, eine so große Anzahl an Aufgaben nicht nur zu überfliegen, sondern in Angriff zu nehmen. Ich gestehe, dass ich nicht jede Übung erledigt habe, aber die, die mir für mich wichtig erschienen, habe ich abgehakt, auch wenn ich meine Zweifel daran hatte, sie zu schaffen. Kurzum: Ein Buch, dessen Praxisanteil hoch ist, Dozenten, die Anfänger und Angsthasen motivieren. Toll!

Langweilig?

Nö. Kein bisschen langweilig.
Ich habe nicht nur viel mitgenommen, obwohl ich schon andere Bücher übers Schreiben kenne. Ich habe mich auch amüsiert. Durch die unterschiedlichen Stimmen, die uns die wichtigsten Fakten zu ihrem Thema vermitteln, gestaltet sich das Lesen abwechslungsreich. Die Autor*innen schreiben unterhaltsam und ermunternd, nicht dröge oder einschüchternd. Manchmal habe ich gelacht, weil sie so wunderbare Beispiele bringen. Und falls bei meiner Besprechung die Frage aufkommt: Ja, die Adjektiv-/Adverbien-Nutzung wird durchaus kritisch behandelt, in meinen Rezensionen mag ich sie aber, pfft (in anderen Texten bin ich sparsam, ehrlich).

Fazit

Hat Spaß gemacht!

5/5!

Creative Writing: Romane & Kurzgeschichten schreiben, von den Dozenten des Gotham Writers‘ Workshop

332 Seiten / ISBN: 978-3-8667-119-8 / Übersetzung: Kerstin Winter


Das Buch enthält u.a. Textstellen aus:

Der große Gatsby – F. Scott Fitzgerald

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