Eine wie Alaska – John Green

Der Inhalt

In „Eine wie Alaska“ lernen wir Miles kennen. Er ist ein schüchterner Jugendlicher, der bisher ein eher langweiliges Leben führte. Jetzt will er mehr. Er möchte sich – weit weg von daheim – auf die Suche nach dem „großen Vielleicht“ machen und entscheidet sich, auf das Internat zu gehen, das einst schon sein Vater besuchte. Mit seinem Zimmergenossen Chip, genannt der Colonel, versteht er sich auf Anhieb – und so lernt er auch die undurchschaubare Alaska kennen. Ein wahres Abenteuer beginnt, denn Miles hat plötzlich nicht nur Freunde, sondern auch Schmetterlinge im Bauch und Flausen im Kopf.

Die Figuren

Protagonist Miles ist ein anständiger Junge, der sich vor allem für die letzten Worte berühmter Menschen begeistert. Im Internat erlebt er nun viele erste Male: Die erste Zigarette qualmen, Alkohol trinken, Grenzen überschreiten, einem Mädchen näher kommen, zu einer Gruppe gehören. Er macht eine spannende Entwicklung durch und konnte mich als Hauptdarsteller absolut überzeugen.
Der Colonel ist ein Mathe-Genie aus armen Verhältnissen, der die ganze Welt auswendig lernt. Und dann ist da noch Alaska. Sie ist ebenso begabt, liebt Bücher, ist mal aufgeschlossen, mal launisch, insgesamt aber vor allem eines, nämlich geheimnisvoll. Sie gibt wenig von sich preis und spricht oft in Rätseln. Was steckt hinter ihrer teils melancholischen Art?
Die drei werden schnell zu einem eingespielten Team. Doch irgendetwas lauert der Unbeschwertheit auf, denn die Kapitel beginnen immer mit den Worten „xxx Tage davor“. Auf was steuert die Clique bloß zu?

Der Verlauf

Der Weg zum großen Knall ist alles andere als langweilig. Ich habe die Figuren so gerne durch die kurzen Kapitel begleitet, habe gebannt mitverfolgt, wie Miles, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, aufgenommen wird und sich verändert. John Green schreibt bildlich, ich hatte einen richtig guten Film vor Augen, der die aufregende Reise der Teenager zeigt und nicht nur locker und lustig ist, sondern auch dramatisch und vor allem „danach“ eben auch tiefsinnig und traurig. Ich mochte die Gedanken der Charaktere, habe ihnen ihr Verhalten abgekauft und war gespannt, was noch auf sie wartet und wie sie mit der neuen Situation umgehen. Der Autor hat mich also absolut gekriegt. Davor wie danach.

♥-Zitat: „… wenn Menschen Niederschlag wären, wäre ich Nieselregen und sie wäre ein Hurrikan.“ (S. 122)

Das Fazit

Sehr mitreißendes Buch, nicht nur für Jugendliche. Meiner Meinung nach toll für Fans von „Tschick“, daran musste ich beim Lesen öfter denken. Ich bin schwer angetan!

5/5!

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6 Antworten

      1. Ich bin gestern fertig geworden. Mmmh, mir hat’s nicht sooo gut gefallen. Kann’s aber bisher noch nicht in Worte fassen, warum. Vielleicht kann ich mich nicht so gut in amerikan. Teenager hineinversetzen? Und ich habe meist Probleme mit zu exaltierten Frauenfiguren – die finde ich schnell entsetzlich nervig. Deshalb hat mich Alaska auch ständig genervt … für mich wären es 3/5 Sternen.

        1. Ach schade! 3/5 geht zwar noch, aber ist jetzt natürlich kein Highlight.

          Ich fand Miles auch besser als Alaska, kann deine Kritik dahingehend schon verstehen.

          Was liest du als nächstes? Hoffentlich ein 5-*-Kandidat! :)

  1. So, nun hab ich mich auf Deinem Blog auch mal umgesehen :) Habe erst kürzlich entdeckt, dass Du ja auch einen Bücherblog hast. Wenn ich sehe, wieviel alle lesen in der Bücher-Bloggerwelt, 12 Bücher im Monat oder so scheinen normal zu sein, oh Gott :) Von diesem hier hab ich auch schon viel gehört, klingt interessant und könnte mir auch gefallen. Allerdings habe ich noch viele Bücher im Regal stehen, die gehen vor. LG

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